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| Ausstellungseröffnung "Klingendes Erzgebirge
– Reichtum einer Landschaft" |
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Mittwoch, 7. September · 12:00 Uhr Ort:
Petrikirche Freiberg
Künstler: Andreas Hein an der Gottfried-Silbermann-Orgel von
1735 |
Entdecken und erkunden Sie eine faszinierende und facettenreiche
Kulturlandschaft, die Musikschaffenden über Jahrhunderte hinweg Wurzel
und Richtschnur war. Die besondere Aura wertvoller historischer
Exponate, verbunden mit spannenden Hintergründen und Geschichten und
greifbar gemacht durch Bilder und Klänge – all das bietet die
Ausstellung KLINGENDES ERZGEBIRGE – Reichtum einer Landschaft.
Die Freiberger Lateinschule war im 16. Jahrhundert der Impulsgeber und
Garant für eine umfassende musikalische Bildung in der Bevölkerung.
Meisterwerke der Barockmusik – u.a. Heinrich Schütz’ Cantiones Sacrae
und der Becker Psalter, Johann Hermann Scheins Opella Nova (2. Teil) und
die Deutsche Passion von Christoph Demantius – wurden in Freiberg
gedruckt.
Die Kantoreien des Erzgebirges haben in Vergangenheit
und Gegenwart viele berühmte Namen hervorgebracht: Christoph Graupner,
Gottfried Heinrich Stölzel, Christian Gotthilf Tag und auch die
Thomaskantoren Johann Hermann Schein, Johann Schelle und Johann Kuhnau,
bis zu den Brüdern Rudolf und Erhard Mauersberger oder bedeutenden
Künstlern der Gegenwart – das Erzgebirge war und bleibt eine Wiege der
Musik. Die Bergmännische Musikkultur mit ihren Bergreihen, den
Bergsängern und Bergkapellen ist bis heute Bestandteil der vielfältigen
Traditionspflege in dieser Region, eng verwoben mit der bürgerlichen
Musikpflege, die beispielsweise bereits 1790 zur Einrichtung eines
städtischen Theaters in Freiberg führte – heute ist das Mittelsächsische
Theater das älteste städtische Theater mit ununterbrochener Spielzeit.
Die Musiktraditionen seines Heimatlandes prägten Gottfried Silbermann
und wurden durch den Klang seiner Orgeln mit beeinflusst.
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