KMD Albrecht Koch, Freiberg

Albrecht Koch wirkt als Domkantor und Domorganist in Freiberg/Sachsen, wo ihm mit der Großen Orgel von 1711/14 aus der Werkstatt Gottfried Silbermanns eine der bedeutendsten Orgeln der Barockzeit anvertraut ist.

Geboren 1976 in Dresden, stammt er aus der Tradition des Dresdner Kreuzchores, wo er als Chorpräfekt erste musikalische Erfahrung sammelte. Er studierte zunächst in Leipzig Kirchenmusik, u.a. in der Orgelklasse von Prof. Arvid Gast. Dem schloss sich ein Chorleitungsstudium bei Gewandhauschordirektor Prof. Morten Schuldt-Jensen an. Weiterführend besuchte er Kurse bei Persönlichkeiten wie Roy Goodman, Ewald Koiman, Lars-Ulrik Mortensen oder Hans Fagius und beschäftigte sich bereits früh mit Aspekten einer historischen Aufführungspraxis.

Nach dem Studium war er zunächst Assistent des Leipziger Universitätsmusikdirektors Wolfgang Unger. Zeitweilig leitete er ad interim den Leipziger Universitätschor. 2004 bis 2008 wirkte Koch als Kantor und Organist an St. Johannis in Neubrandenburg/Mecklenburg. Hier bereicherte er das Musikleben mit ungewöhnlichen Programmen und gründete das Neubrandenburger Vocalensemble, welches er innerhalb kürzester Zeit zum führenden Chor der Region entwickelte. Regelmäßig arbeitete er mit dem Barockensemble Musica Baltica.

Konzerte führten Albrecht Koch als Dirigenten, Organisten und Continuo-Spieler in verschiedenen Orchestern (u.a. Gewandhausorchester, Kammerphilharmonie des mdr) über Deutschland hinaus nach Italien, Frankreich, Polen und Dänemark. Er wurde zum Kirchenmusikdirektor für den Kirchenbezirk Freiberg berufen und ist seit 2010 Präsident der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft.

 

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